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 Wirkt
Akupunktur nur, wenn man daran glaubt?
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Nein, man muss nicht daran glauben.
Hinter der Frage steckt die Vermutung, Akupunktur wirke "nur" über den
Placebo-Effekt.
Dies wurde in verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen widerlegt,
in denen beispielsweise einigen Patienten Nadeln in echte Akupunkturpunkte
gesetzt wurden und anderen Nadeln an irgendwelchen anderen Stellen. Bei
den Patienten mit den echten Nadeln konnten anschließend physiologische
Veränderungen gemessen werden, bei der Placebo-Gruppe aber nicht. Ein
sehr anschaulicher Beweis für die Wirksamkeit der Akupunktur ist auch ihr Einsatz bei Pferden, Katzen und Hunden. Obwohl ein Tier wohl kaum
an eine Heilmethode "glauben" kann, hat sich diese Methode gerade bei
Tieren bewährt. Hilfreich für eine erfolgreiche Behandlung ist natürlich
trotzdem eine offene und positive Grundeinstellung und der Wille zur aktiven
Mitarbeit.
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 Was
ist der Unterschied zwischen einem Heilpraktiker und einem Homöopathen?
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"Heilpraktiker" ist eine Berufsbezeichnung, die nur derjenige führen
darf, der eine ent-sprechende Überprüfung beim Amtsarzt bestanden hat.
Hierbei müssen Grundlagen-kenntnisse der konventionellen Medizin und der
für diesen Beruf relevanten Gesetze und Verordnungen und die persönliche
Eignung zur Ausübung des Heilpraktikerberufes nach-gewiesen werden. Um
dann tätig werden zu können, braucht jeder Heilpraktiker neben dieser
amtsärztlichen Zulassung noch eine oder mehrere Therapieausbildungen,
die er frei wählen kann. Dies kann z.B. eine Homöopathieausbildung sein
(ebenso wie eine Ausbildung in Traditioneller Chinesischer Medizin, Fußreflexzonenmassage,
Kräuterheilkunde etc.).
"Homöopath" ist kein geschützter Begriff, er wird üblicherweise von Personen
verwendet,
die eine Ausbildung auf diesem Gebiet absolviert haben. Es gibt neben
einigen Ärzten viele Heilpraktiker, die mit der Homöopathie, also als
Homöopathen, arbeiten.
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 Ist
es nicht sinnvoller für uns Europäer, einheimische Heilkräuter einzusetzen,
als
exotische
Chinesische Kräuter?
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Beides hat seine Berechtigung.
Einheimische europäische Pflanzen sind uns vertraut, viele Heilpflanzen
kennt man vom Wegesrand, vom Waldspaziergang her oder aus dem eigenen
Garten.
Sie leben in unserer Umgebung unter ähnlichen klimatischen Bedingungen
wie wir selbst, und haben auch unsere Vorfahren schon begleitet.
Was läge also näher, als gerade diese Heilpflanzen auch zu nutzen? Warum
sollte man sich fremden und exotischen Pflanzen zuwenden, deren Name man
nicht einmal aussprechen kann? Die Kräuter der Chinesischen Medizin werden
in China seit mehreren tausend Jahren eingesetzt, und ihre Wirkungsweisen
wurde über diesen sehr langen Zeitraum kontinuierlich dokumentiert. Diese
"Alten Klassiker" der Chinesischen Medizin sind zu einem großen Teil heute
noch erhalten, so dass wir heute auf diesen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen
können. Anwenden können wir dieses Wissen aber nur, indem wir die dort
beschriebenen, also chinesischen Pflanzen einsetzen. Zwar gab es auch
in Europa eine komplexe und ganzheitlich ausgerichtete Erfahrungsmedizin
mit einem umfangreichen Wissen über die Heilwirkungen einheimischer Pflanzen.
Es gab jedoch nicht wie im Chinesischen Reich eine systematische Erfassung
und Sammlung dieses Wissens, vielmehr arbeiteten häufig heilkundige Frauen
und Männer allein und gaben ihre Kenntnisse an einzelne Schüler/innen
weiter. Im Zuge der Christianisierung und der damit einhergehenden Verfolgung
von heilkundigen Frauen und Männern als Hexen ging außerdem ein großer
Teil dieses Wissens verloren.
Glücklicherweise gibt es heute ein neu erwachtes Interesse am traditionellen
Wissen der Alten Europas, und es werden die wenigen erhaltenen Werke der
alten westlichen Meister übersetzt und aufgearbeitet. Interessant ist
auch der sich gerade neu entwickelnde Ansatz, westliche Kräuter nach den
Kriterien der Chinesischen Medizin zu klassifizieren und anzuwenden.
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 Ich
bin zur Zeit in schulmedizinischer Behandlung bei einem Arzt. Kann ich
mich
gleichzeitig
einer Behandlung beim Heilpraktiker unterziehen?
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Grundsätzlich Ja. Eine parallele alternativmedizinische Behandlung kann
z.B. zu einer Reduzierung der Dosis von notwendigen Medikamenten bewirken
und zu einer Beschleunigung des Heilungsverlaufes führen.
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 Ist
Akupunktur schmerzhaft?
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Die meisten Patienten sind überrascht, wie wenig schmerzhaft Akupunkturnadeln
sind.
Der Einstichschmerz ist nicht vergleichbar mit dem einer Spritze, da Akupunkturnadeln
einen sehr viel kleineren Durchmesser haben und meist nur einige Millimeter
unter die Haut gesetzt werden. Dafür tritt meist das erwünschte "Deqi"
-Gefühl auf, also ein Kribbeln, Druck- oder Wärmegefühl am Punkt oder
an anderer Stelle. Wie genau das Setzen der Akupunkturnadeln empfunden
wird, hängt vom allgemeinen Zustand des Patienten ab, vom energetischen
Zustand jedes einzelnen Punktes und von der Nadelungstechnik. Befindet
sich der Punkt in einem energetischen Leere-Zustand, ist er wenig empfindlich
und es wird eine tonisierende Technik angewandt, bei der die Nadel kaum
bewegt wird. Bei einem Fülle-Zustand besteht erhöhte Empfindlichkeit und
es wird sedierend genadelt, d.h. die Nadel wird in bestimmter Weise durch
bewegen stimuliert . Der Akupunkteur wird jedoch immer darauf achten,
den Patienten nicht zu überfordern, da dies zu einer Verkrampfung führen
und damit der Energiefluss blockiert würde.
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 Kann
man sich durch Akupunkturnadeln mit AIDS oder Hepatitis infizieren?
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Wir verwenden ausschließlich steril verpackte Einweg-Nadeln, die also
nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden, so dass eine Infektionsübertragung
ausgeschlossen ist. Zulässig wäre auch der Einsatz von sterilisierbaren
Nadeln, die nach jedem Gebrauch gereinigt und über Hitze und Druck sterilisiert
werden können. Dieses Verfahren birgt aber ein gewisses Restrisiko. Eine
weitere Möglichkeit wäre, jedem Patienten seine Nadeln mitzugeben, die
er dann zu jeder Behandlung wieder mitbringt. Wir lehnen dies aus praktischen
und hygienischen Gründen jedoch ab.
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